Cape Town - the mother City
Wir sind von Robertson nach Kapstadt wieder durch herrliche Landschaften gefahren, u.a. der Hugenottentunnel. Unser Guesthouse liegt am Fuße des Tafelberges. Wir haben ein Zimmer direkt am Pool. Unser Start geht auch gleich mit Uber zur Waterfront. Für uns ist es das erste Mal mit Uber und wir sind total begeistert. Es ist so billig, für 39 Minuten bezahlen wir gerade mal 6€. Wir schlendern etwas die Waterfront lang, bleiben hier und da mal sitzen, trinken frisch gepresste Säfte und machen viele Fotos. Dann wären wir am Cape Wheel, dem Riesenrad, mit dem wir 20 Minuten gefahren sind. Dann haben wir uns wieder Uber bestellt und sind nach Camps Bay zu Tigers Milk und Waterfront. Das ist die Partymeile von Kapstadt. Klasse Musik, geiler Strand und traumhafter Sonnenuntergang. Doch dann kam Wind auf, so sehr, dass ich mich am Laternenpfahl festhalten musste.
Am Tag 2 geht es mit unserer organisierten Tour von Melanie die Kap Halbinsel runter zum Kap der guten Hoffnung. Unsere Fahrerin heißt Brenda und wir sind mit einem Van unterwegs. Zuerst kommt Houd Bay, ehe wir zum Chapman Peak Drive kommen, eine Mautpflichtige Panorama Straße. Weiter geht es zum ältesten Leuchtturm von Südafrika. Mit einer Zahnradbahn geht es erstmal zu einem Plateau, aber ganz hoch muss man noch einige Treppen überwinden, die Aussicht lohnt sich aber. Weiter geht es zum Kap der guten Hoffnung und wir stellen uns mit an am meist fotografierten Motiv, das berühmte Schild. Nun geht es an der Ostküste nach Simonstown, dort ist der berühmte Boulders Beach, wo man die, vom Aussterben bedrohten Brillenpinguine beobachten kann. Die sind ja so putzig, wenn sie mit ihrem Frack watscheln. In Simonstown trinken wir noch eine Erfrischung in einem Restaurant. Ich habe Brenda gefragt, ob sie uns eine gute Fischgaststätte empfehlen kann und sie sagte gleich, in Camps Bay Godfather ’s Searestaurant. Wir ließen uns von ihr dorthin fahren. Das war eine Klasse. An einer Frischetheke kann man sich Fisch oder Meeress Spezialitäten aussuchen und wie groß oder wieviel, das wird gleich gewogen und man bekommt den Preis gesagt und dann wird alles frisch zubereitet. Norbert hätte Thunfisch und Calamari und ich Swordfish, alles ganz lecker.
Am Tag 3 kam Brenda wieder um 9 Uhr. Zunächst geht es auf den Tafelberg. Mit der Cabelway geht es nach oben. Die Plattform dreht sich und man hat einen 360⁰ Rundblick. Obwohl es oben sehr frisch war, hatten wir so eine klare und wunderschöne Sicht, die nur selten so ist, wie mir Brenda versicherte. Meistens ist er im Nebel. Dann ging es auf den Signal Hill. Viele Menschen wandern auch zum Sonnenaufgang oder zum Sonnenuntergang auf den anstrengenden Lionshead. Die nächste Station ist BooKap, dort sind viele bunte Häuser. Sie strahlen Freiheit aus. Es ist ein Areal für Künstler. Wir haben unheimlich viele schöne Kunstwerke gesehen mit den unterschiedlichsten Materialen. Der nächste Stopp war der Green Market, aber es gibt da nichts Grünes, sondern viele Afrikaner versuchen hier ihre Handarbeiten los zu werden. Es ist der älteste Markt Kapstadts. Der letzte Punkt ist der Company Gardens. Hier ist noch ein Teil der Regierung. Der Präsident lädt viele Politiker hierher ein. Kapstadt war mal eine Zeit Hauptstadt, ehe es Pretoria wurde. Hier waren viele Skulpturen aus der Geschichte Südafrikas. Es war ein bezaubernder Park und Brenda erzählte mir viel. Nun war auch der 2. Tag mit Brenda vorbei und wir ließen uns wieder zu Godfathers Restaurant nach Camps Bay fahren. Der Abschied von Brenda fiel uns schwer, sie hatte einen sehr guten Job gemacht. Norbert bestellte sich heute Jacobsmuscheln, Calamari, Thunfisch und Swordfish und ich nur Swordfish. Mit Uber ließen wir uns wieder zu unserem Guesthouse fahren.
Den letzten Tag geht es nach Robben Island. Mit Uber fahren wir wieder zur Waterfront. Wir müssen zur Nelson Mandela Gateway. Mit einem Elektromobile hingefahren. Das Check-in war einfach. Pünktlich um 11 Uhr geht es los. 45 Minuten dauert die Überfahrt für die 12 km. Dort standen Busse bereit und ein Guide erzählte uns viel über die Insel. 1 Stunde war die Rundfahrt über die Insel. Er erzählte uns auch viel von den Gefangenen, unter welchen Bedingungen sie hier arbeiten mussten. Auch viele fanden hier den Tod, die alle auf einem Friedhof die letzte Ruhe fanden. Nach dieser Tour sind wir mit einem anderen Guide durch das Hochsicherheitsgefängnis. Es wurde schon im 17. Jahrhundert als Gefängnis benutzt, aber richtig an Bedeutung wurde es ab 1960 genutzt, als viele Schwarze sich dem ANC anschlossen und gegen die Apartheid kämpften. Der Bedeutendste Insasse war Nelson Mandela, der Anfang der 70er bis 1990 hier 17 Jahre seines Lebens verbracht hat. Er verbrachte die Zeit auf 4m², nur mit einer Matte auf dem Boden, auf dem er schlafen musste. Ab 1996 stellte man das Gefängnis der Öffentlichkeit als Museum zur Verfügung. Nach der Besichtigung ging das Schiff zurück. Wir gingen in einem Kaffee was trinken. Ich bekam laufend Nachrichten, dass wir uns 17.10 Uhr am Quay 5 eintreffen sollten, da wir zum Abschluss noch eine Katamaranfahrt zum Sonnenuntergang gebucht hatten. Dort erfuhren wir, dass die Fahrt erst 19 Uhr stattfindet. Vorher gingen wir gleich noch zum Abendessen ehe wir halb 7 an Bord gehen. Die Stimmung war großartig, der Sonnenuntergang traumhaft, die Skyline herrlich. Es wurde tolle Musik gemacht, jeder bekam 1 Flasche Champagner. Die meisten tranken diese und machten Party. Wir waren mit Abstand die ältesten, wir wollten eben nochmal einen schönen Sonnenuntergang erleben mit Blick auf die Stadt und den Tafelberg. Es ist auch ein wenig Wehmut dabei, denn es war wieder ein ganz toller Urlaub. Die Stadt bei Nacht zu erleben, war auch noch einmal ganz toll. Nun mussten wir zu einer Straße, wo Uber halten konnte. Norbert hat auch nach 4 Tagen das Prinzip von Uber noch nicht verstanden. Er musste erst wieder einen Polizisten fragen, doch schon stand ein Auto da und der Fahrer fragte, ob ich Monika sei und da wusste ich, das ist unser bestelltes Auto.
Heute ist nun der Tag unserer Abreise gekommen. Vom Hotel haben wir Zeit bekommen, um bis zum Nachmittag zu bleiben, da unser Flieger erst am Abend geht. Wir schlafen länger, gehen in aller Ruhe frühstücken. Ich gehe nochmal in den Pool und auf die Liege in der Sonne. Mittag fangen wir an zu packen.
